Der Static Route Manager ist eine Windows-Anwendung zur komfortablen Verwaltung der IPv4-Routing-Tabelle. Er ersetzt die manuelle Verwendung von Kommandozeilen-Befehlen wie “route add” oder “netsh” durch eine intuitive grafische Benutzeroberfläche.
Hauptfunktionen
- Anzeige aller aktiven IPv4-Routen mit Persistenz-Status
- Hinzufügen neuer statischer Routen (temporär oder persistent)
- Löschen vorhandener Routen
- CIDR-Notation Unterstützung (z.B. 192.168.1.0/24)
- Export der Routing-Tabelle als CSV-Datei
- Erstellung von HTML-Berichten
- Verwaltung und Konfiguration von Netzwerk-Interfaces
- DHCP-Verwaltung für Netzwerkadapter
- Detailliertes Aktivitätsprotokoll
Lizenzierung
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Produkthandbuch Static Route Manager
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Grundlagen des Routings
Was ist eine statische Route?
Eine statische Route ist ein manuell konfigurierter Pfad, der festlegt, über welches Gateway Datenpakete zu einem bestimmten Zielnetzwerk gesendet werden sollen. Im Gegensatz zu dynamischen Routen, die automatisch durch Routing-Protokolle (wie OSPF oder RIP) erstellt werden, bleiben statische Routen unverändert, bis sie manuell geändert oder gelöscht werden.
Wann werden statische Routen benötigt?
Typische Anwendungsfälle für statische Routen sind:
- VPN-Verbindungen: Bestimmten Traffic über einen VPN-Tunnel leiten
- Entfernte Netzwerke: Verbindung zu Netzwerken, die nicht über das Standard-Gateway erreichbar sind
- Netzwerk-Segmentierung: Traffic zwischen verschiedenen Subnetzen steuern
- Redundanz: Alternative Routen für Failover-Szenarien
- Testumgebungen: Isolierte Netzwerksegmente für Entwicklung und Tests
Die Benutzeroberfläche
Die Benutzeroberfläche ist in mehrere Bereiche unterteilt, die jeweils spezifische Funktionen bieten:
| Bereich | Funktion |
| Kopfzeile | Programmtitel, Versionsnummer und Admin-Status |
| Aktuelle Routen | Liste aller IPv4-Routen mit Aktionen (Aktualisieren, Löschen, Exportieren, Bericht) |
| Neue Route | Eingabefelder zum Hinzufügen neuer Routen |
| Netzwerk-Interfaces | Liste der Netzwerkadapter mit Konfigurationsoptionen |
| Protokoll | Aktivitätslog mit Zeitstempeln und Status |
| Statusleiste | Aktuelle Statusmeldungen |
Das Hinzufügen neuer Routen erfolgt über ein strukturiertes Eingabeformular, das die moderne CIDR-Notation unterstützt und automatisch zwischen verschiedenen Notationsformen konvertiert. Die Interface-Auswahl erfolgt komfortabel über ein Dropdown-Menü, das alle verfügbaren Netzwerkadapter auflistet. Besonders hervorzuheben ist die Option, Routen als persistent zu markieren, wodurch diese auch nach einem Systemneustart erhalten bleiben.
Das Löschen von Routen wurde mit mehreren Fallback-Mechanismen implementiert, um sicherzustellen, dass Routen auch bei unterschiedlichen Windows-Konfigurationen zuverlässig entfernt werden können.

Intelligente Eingabehilfen
Ein besonderes Merkmal des Tools ist der integrierte CIDR/Mask-Konverter, der eine umfassende Umwandlungstabelle zwischen Subnetzmasken und CIDR-Notation bereitstellt. Diese Funktion zeigt nicht nur die mathematische Konvertierung, sondern auch die Anzahl der verfügbaren Hosts und praktische Anwendungsbeispiele.
Die Eingabevalidierung geht weit über einfache Syntaxprüfungen hinaus und erkennt häufige Fehlerquellen proaktiv. So warnt das System beispielsweise, wenn versehentlich eine Subnetzmaske als Gateway eingegeben wird, was ein häufiger Fehler bei der manuellen Routenkonfiguration ist. Die Validierung prüft IP-Adressen auf korrekte Syntax, stellt sicher, dass CIDR-Bereiche zwischen 1 und 32 liegen, und gibt bei Fehlern detaillierte, kontextbezogene Hinweise mit konkreten Lösungsvorschlägen.

Die Routen-Liste
Die Routen-Liste zeigt alle aktiven IPv4-Routen des Systems an. Jede Zeile enthält folgende Informationen:
- Ziel: Das Zielnetzwerk in CIDR-Notation (z.B. 192.168.1.0/24)
- Gateway: Der Next-Hop oder “On-link” für direkt verbundene Netze
- Interface: Der Name des ausgehenden Netzwerkadapters
- Metrik: Die Priorität der Route (niedriger = bevorzugt)
- IF-Index: Der numerische Index des Interfaces
- Status: [P] für Persistent oder [T] für Temporär

Die Interface-Liste
Die integrierte Netzwerkadapter-Verwaltung bietet eine vollständige Übersicht über alle im System vorhandenen Netzwerkschnittstellen. Jeder Adapter wird mit seinem Namen, einer Beschreibung, dem aktuellen Online-Status, zugewiesenen IP-Adressen, der MAC-Adresse, Geschwindigkeitsinformationen und dem Interface-Typ dargestellt. Die Farbkodierung ermöglicht eine schnelle Statuserkennung, wobei aktive Adapter in Grün, offline Adapter in Rot und deaktivierte Schnittstellen in Grau angezeigt werden.

Routen verwalten
Neue Route hinzufügen
Um eine neue statische Route hinzuzufügen, gehen Sie wie folgt vor:
- Ziel eingeben: Geben Sie das Zielnetzwerk in CIDR-Notation ein, z.B. 10.0.0.0/8 für ein Class-A-Netz oder 192.168.100.0/24 für ein typisches Subnetz.
- Gateway angeben: Tragen Sie die IP-Adresse des Routers ein, über den das Zielnetzwerk erreichbar ist.
- Interface wählen (optional): Wählen Sie den Netzwerkadapter aus. Windows wählt automatisch das passende Interface, wenn keins ausgewählt wird.
- Metrik setzen: Der Standardwert 1 ist für die meisten Fälle geeignet. Erhöhen Sie den Wert für Backup-Routen.
- Persistenz festlegen: Aktivieren Sie “Persistente Route”, wenn die Route einen Systemneustart überdauern soll.
- Route erstellen: Klicken Sie auf “Route hinzufügen”. Das Ergebnis wird im Protokoll angezeigt.
Routen löschen
So löschen Sie eine vorhandene Route:
- Wählen Sie die zu löschende Route in der Liste aus
- Klicken Sie auf die Schaltfläche “Löschen”
- Bestätigen Sie den Löschvorgang im erscheinenden Dialog
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Routen exportieren
Mit der Export-Funktion können Sie die aktuelle Routing-Tabelle als CSV-Datei speichern. Klicken Sie auf “Exportieren” und wählen Sie den Speicherort. Die CSV-Datei kann in Excel oder anderen Tabellenkalkulationsprogrammen geöffnet werden.
HTML-Bericht erstellen
Klicken Sie auf “Bericht”, um einen detaillierten HTML-Bericht zu erstellen. Der Bericht enthält alle Routen und Netzwerk-Interfaces und ist für den Ausdruck auf A4-Papier optimiert.
Netzwerk-Interfaces verwalten
Interface-Übersicht
Der Bereich “Netzwerk-Interfaces” zeigt alle relevanten Netzwerkadapter des Systems an. Virtuelle Windows-Komponenten wie WAN Miniports, Tunnel-Adapter (Teredo, ISATAP, 6to4) und Filter-Treiber werden automatisch ausgeblendet.
Verfügbare Aktionen
| Schaltfläche | Funktion |
| Aktualisieren | Lädt die Interface-Liste neu |
| Details | Zeigt alle Eigenschaften des ausgewählten Adapters an |
| Bericht | Erstellt einen druckbaren HTML-Bericht für den Adapter |
| IP konfigurieren | Öffnet den Dialog zur manuellen IP-Konfiguration |
| DHCP umschalten | Wechselt zwischen automatischer (DHCP) und manueller IP-Vergabe |
| Windows-Einstellungen | Öffnet die Windows-Netzwerkeinstellungen |
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Statische IP-Adresse konfigurieren
Besonders wertvoll ist die Möglichkeit, IP-Konfigurationen direkt aus dem Tool heraus vorzunehmen. Administratoren können statische IP-Adressen zuweisen, Subnetzmasken konfigurieren, Standard-Gateways definieren und DNS-Server einstellen. Die DHCP-Aktivierung erfolgt mit einem einzigen Klick, was die Umstellung zwischen statischer und dynamischer IP-Konfiguration erheblich vereinfacht.
Diese Integration erspart den Wechsel zwischen verschiedenen Windows-Konfigurationsdialogen und konsolidiert alle netzwerkrelevanten Einstellungen in einer einzigen Anwendung.
Um einem Netzwerkadapter eine statische IP-Adresse zuzuweisen:
- Wählen Sie den zu konfigurierenden Adapter in der Liste aus
- Klicken Sie auf “IP konfigurieren”
- Geben Sie die IP-Adresse und Subnetzmaske ein (Pflichtfelder)
- Optional: Tragen Sie Gateway und DNS-Server ein
- Bestätigen Sie mit “Übernehmen”

Static Route Manager – Eine Route führt nicht immer zum Ziel, jetzt schon.
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